Warum wurde mein Margin Auto Close (TP/SL) zu einem anderen Preis als erwartet ausgelöst?
Zusammenfassung
Dieser Artikel erklärt, warum dein Margin Auto Close („Take-Profit" oder „Stop-Loss") möglicherweise zu einem anderen Preis als dem letzten gehandelten Preis ausgelöst wird. Auto Close überwacht das beste Geld oder den besten Brief im Orderbuch anstelle des letzten gehandelten Preises, um die bestmögliche Ausführung sicherzustellen. Erfahre, wie das funktioniert, sieh dir ein praktisches Beispiel an und verstehe, was während einer Liquidation passiert.
Beim Handel mit Margin stellst du vielleicht fest, dass deine Auto Close-Orders zu einem Preis ausgelöst werden, der nicht exakt mit dem letzten gehandelten Preis an der Bitvavo-Börse oder in externen Charts übereinstimmt. Das passiert, weil Auto Close das Orderbuch anstelle des letzten gehandelten Preises überwacht.
Wie Auto Close das Orderbuch überwacht
Auto Close beachtet nicht den letzten gehandelten Preis. Stattdessen überwacht es das Orderbuch. Genauer gesagt:
- Bei einer Short-Position werden dein „Stop-Loss" und „Take-Profit" mit dem besten Geld verglichen (dem höchsten Preis, zu dem jemand aktuell zu kaufen bereit ist).
- Bei einer Long-Position werden sie mit dem besten Brief verglichen (dem niedrigsten Preis, zu dem jemand aktuell zu verkaufen bereit ist).
Das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied, und er kann zwei Dinge erklären, nach denen oft gefragt wird:
- Warum der Schließungspreis nicht mit dem Preis an der Bitvavo-Börse oder einem externen Chart (CoinMarketCap, TradingView usw.) übereinstimmt. Diese Kerzencharts stellen den letzten Trade-Preis dar, nicht das Orderbuch.
- Warum der Preis, der die Schließung ausgelöst hat, nirgendwo im Trade-Verlauf des Marktes auftaucht. Das beste Geld oder der beste Brief kann kurzzeitig ein Niveau erreichen, ohne dass dort tatsächlich ein Trade stattfindet.
Schutz vor Spread und Slippage
Reguläre „Take-Profit"- und „Stop-Loss"-Orders profitieren vom exakt gleichen Schutz vor Spread und Slippage, der auch bei manuellen Eröffnungen und Schließungen einer Position angewendet wird. Dies stellt sicher, dass deine Order unter den bestmöglichen Marktbedingungen abgewickelt wird.
Warum das beste Geld oder den besten Brief verwenden?
Der letzte gehandelte Preis sagt dir nur, was jemand anderes vor einem Moment bezahlt hat. Er sagt dir nicht, welcher Preis dir aktuell tatsächlich zur Verfügung steht. Das Orderbuch bietet diese Verfügbarkeit in Echtzeit.
Die Verwendung des besten Geldes oder Briefes ist zudem die konservativere, schützendere Wahl:
- Es spiegelt den Preis wider, zu dem deine Position realistischerweise geschlossen werden könnte, wenn sich der Markt so weit bewegt.
- Für die meisten Personen wirkt sich dies zu ihren Gunsten aus. Dein „Stop-Loss" oder „Take-Profit" prüft den Preis, zu dem du die beste Ausführung erhalten könntest, anstatt darauf zu warten, dass ein Trade auf einem unvorteilhaften Niveau stattfindet.
Ein praktisches Beispiel
Angenommen, du eröffnest einen Short mit 10-fachem Hebel auf ADA/EUR bei 1,80 €. Du legst deinen „Take-Profit" bei mehr als 50 % (ungefähr 0,90 €) fest. Wenn der Preis fällt, ziehst du deinen „Stop-Loss" auf 1,61 € nach, was im Vergleich zu deinem Einstieg immer noch deutlich im Gewinn liegt.
Stell dir nun vor, der Markt verzeichnet einen kurzen Ausschlag mit geringer Liquidität:
- Letzter gehandelter Preis (sichtbar im Trade-Verlauf oder in Charts): 1,58 €
- Bestes Geld im Orderbuch im selben Moment: 1,61 €
Auch wenn kein Trade bei 1,61 € stattfand, war dies das beste verfügbare Geld im Orderbuch in diesem Moment. Da dein „Stop-Loss" gegen das beste Geld überwacht wird, wird er hier ausgelöst, und die Market-Order, die zur Schließung deiner Position verwendet wird, wird auf oder um dieses Niveau herum ausgeführt.
Infolgedessen schließt deine Position in der Nähe von 1,61 €, exakt bei deinem beabsichtigten „Stop-Loss". Wenn du im Trade-Verlauf nach 1,61 € suchst, wirst du diesen Preis nicht finden, da der Trade, der tatsächlich bei 1,61 € ausgeführt wurde, deine Schließungs-Order war. Bis diese im öffentlichen Trade-Feed landet, hat sich das Orderbuch bereits weiterbewegt. Wenn sich das Orderbuch schnell wieder bewegt, kann deine Ausführung auch etwas besser oder schlechter als 1,61 € ausfallen. Dies liegt daran, dass die Market-Order echte verfügbare Liquidität findet und nicht exakt die Zahl in deinem „Stop-Loss"-Feld.
Was passiert während einer Liquidation?
Eine Liquidation tritt auf, wenn sich der Markt so weit gegen deine Position bewegt, dass dein Account unter die erforderliche Maintenance-Margin fällt. Während einer Liquidation unterscheidet sich der Prozess von einem standardmäßigen „Stop-Loss":
- Sofortige Schließung: Das primäre Ziel während einer Liquidation ist es, die Position so schnell wie möglich zu schließen, um weitere Verluste zu vermeiden.
- Maximaler Schutz des Guthabens: Beim Handel mit Margin kannst du nie mehr als deine ursprüngliche Investition verlieren (die Margin, die du der Position zugewiesen hast).
Häufig gestellte Fragen
Bedeutet das, dass die Plattform einen Preis erfunden hat?
Nein. Das beste Geld oder der beste Brief ist ein echter Live-Preis, zu dem jemand im Orderbuch zu traden bereit ist. Es ist nur nicht dieselbe Datenreihe wie der Chart des Trade-Verlaufs.
Kann ich mehr verlieren, als meine Position zulässt?
Nein. Auto Close verwendet dieselbe Ausführungslogik und denselben Umgang mit Spread und Slippage wie jede andere Margin-Order.
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